HISTORISCHER ÜBERBLICK

Die Geschichte des Ortes ist nich besonders alt: die ruhige, in der Ebene gelegene Ortschaft verbirgt in sich Jahrhunderte voller Kämpfe und harter Arbeit , um dem Sumpfgebiet anbaufähigen Boden zu entreißen.
Die erste Entwicklungsphase geht zurück auf die Mitte des XVI./Anfang des XVII. Jhdts, als das gesamte Valdinievole einen beachtlichen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hatte. Das "Sich Zusammenziehen" des Sees von Fucecchio und die daraus folgende Besiedlung der Ebene von Uzzano und Buggiano führten im XVI.
Jhdt im Randgebiet des Sumpfes und vor allen Dingen in Ponte Buggianese zur Errichtung verschiedener Kirchen. 
Die in Ponte Buggianese wurde von der Bevölkerung aus eigener Tasche bezahlt und hatte relativ bescheidene Ausmaße . 
Das erste Mal wurde sie im Jahr 1575 in einem Dokument erwähnt, und zwar zu Anlaß eines seelsorgerischen Besuches.
Mit der Besiedlung des Sumpfgebietes kam auch das allgemeine Gefühl der Zugehörigkeit zu einem "Dorf" auf, was sich unter anderem in der immer häufiger vorgetragenen Forderung nach Autonomie ausdrückte.
Das Flachland erlebte im Laufe des XVII. Jhdts einen raschen Bevölkerungszuwachs, sodaß die Kirchengemeinde von Ponte im jahr 1686 schon mehr als dreitausend Seelen zählte, was einen Ausbau des Kirchengebäudes dringend notwendig machte.
Im XVIII. Jhdt war das Gebiet durch starke Kontraste gekennzeichnet: auf der einen Seite ein potentieller landwirtschaftlicher Reichtum und auf der anderen Seite schweres Elend. Eine Situation, die auch in den Schriften von Peter Leopold zum Vorschein kommt: seine Regierung hatte sich die Rationalisierung der territorialen, sozialen und wirtschaftlichen Frage des Gebiets zum Ziel gestellt.
Die Territorialpolitik Leopolds führte im gesamten XIX. Jhdt zusammen mit einer allgemeinen Tendenz der Bevölkerungszunahme zu einer demographischen Wachstumsphase, die nicht wieder umzukehren war. 
So bestätigte sich in diesem Jahrhundert, was die Entwicklung anbetrifft, endgültig das Auseinanderstreben zwischen dem Bergland des Valdinievole und der Ebene. Letzterer gehörte allem Anschein nach in wirtschaftlicher und demografischer Hinsicht die Zukunft. Unsere Gemeinde hatte sich rund um die Kirche und die Brücke am Fluß schon gut entwickelt: höchst aktive Bauern lebten von einer Vielzahl von Berufen und fantasievolle Handwerker-Händler bezogen Stühle und verkleideten Korb- und Strohfaschen mit Binsen und dergleichen.
In jenen Jahren wurde auch der Bau der Kirchen von Capannone und Albinatico in Angriff genommen. 
Aber obwohl man dafür lokale Arbeitskräfte einsetzte, konnte das Phänomen der Emigration, das vor allem Ende des XIX../Anfang des XX. Jhdts seinen Höhepunkt hatte, nicht eingedämmt werden.
Ende des XIX. Jhdts überragte unsere Ortschaft, als ausgedehnter Flecken in der Ebene, zahlenmäßig die Gemeinde Buggiano um einiges. So kam mit der Zeit eine saparatistische Bewegung auf, die sich nach der Einheit Italiens in Anträgen zur Bildung einer eigenen Gemeinde ausdrückte. Der lange Streit wurde erst am 6. 
Mai 1883 durch ein Königliches Dekret beigelegt: mit dem 1. Juni 1883 sollte der Ortsteil Ponte Buggianese von der Gemeinde Buggiano abgetrennt werden und eine eigene Gemeinde bilden - unter Vorbehalt einer angemessenen Entschädigung an Buggiano. Später machte man sich Gedanken um das Gemeindewappen, und auch dieses Problem wurde per Dekret von König Umberto I. am 9 März 1899 gelöst. Ponte Buggianese gehörte anfangs zur Provinz Lucca, bis es am 8. Januar 1928 mit 10 weiteren Gemeinden des Valdinievole offiziell der Provinz Pistoia zugeteilt wurde.

 

Comune di Ponte Buggianese